Versteckte Entzündung im Körper: Eine schlafende Gefahr, die du nicht ignorieren solltest! Was es damit auf sich hat und wie du Entzündungsreaktionen vorbeugst, liest du in unserer 2-teiligen Serie.

Bei Erkrankungen wie Arthritis, Osteoporose, Multiple Sklerose, Diabetes, Bluthochdruck, Alzheimer usw. liegen oftmals Entzündungsreaktionen im Körper zugrunde. Auch unser Lebensstil und unsere Ernährung haben direkten Einfluss auf das persönliche und individuelle Entzündungsrisiko eines Körpers.

Wir von go4health zeigen dir, wie du Entzündungsrisiken reduzieren kannst:

Gewisse Schadstoffe, Umweltgifte und suboptimale Ernährungsgewohnheiten, aber auch emotionale Belastungen und chronischer Stress „feuern“ stille Entzündungsprozesse an.

RISIKOFAKTOREN FÜR EINE ENTZÜNDUNG IM KÖRPER

  1. Eine schwache Verdauung
    In der TCM wird eine schwache Verdauungskraft und Milz Qi Schwäche als Basis für eine Qi- und Blut-Minderversorgung des gesamten Funktionskreislaufes angesehen.
  2. Falsche Essgewohnheiten
    Ein zu hoher Konsum von minderwertigen Fetten, tierischen Erzeugnissen, Alkohol, raffiniertem Zucker und Weißmehlprodukten und eine vitamin- und mineralstoffarme Ernährung führen zu Störungen im Milz-Magensystem, zu Schleim-Nässe Ansammlungen (Tan Shui) und weiters zu versteckter Hitze im sogenannten mittleren Erwärmer. Dies schwächt wiederum die essentielle Substanz, unser Yin.
  3. Emotionale Belastung
    Entzündungsfördernde Tendenzen sind sehr häufig mit Stress verbunden. Chronischer Stress, Schlafdefizite und Frustration führen zu einer Leber-Qi-Stagnation, die sich aus Sicht der TCM sowohl auf unsere Blutebene als auch auf unsere zelluläre Substanz auswirkt.
  4. Bewegungsmangel und stagnationsfördernde Ernährung
    Jede Stagnation feuert das gesamte System still und heimlich an und schwächt zusätzlich die Blut- und Yin Ebene.

Beuge dieser Entwicklung vor, indem du einen präventiven Lebensstil pflegst, in dessen Mittelpunkt eine gesunde, individuell angepasste und entzündungshemmende Ernährung steht.

VERMEIDE ENTZÜNDUNGSFÖRDERNDE LEBENSMITTEL

Leidet man an einer chronisch entzündlichen Erkrankung, sollte man eine entzündungshemmende Ernährung praktizieren und entzündungsfördernde Lebensmittel konsequent meiden.

Welche Lebensmittel sind besonders entzündungsfördernd?

  • Stark industriell verarbeitete Nahrungsmittel
  • Tierische Produkte mit einem hohen Gehalt an der entzündungsfördernden Arachidonsäure
  • Zuckerhaltige Lebensmittel
  • Lebensmittel mit hohem Histamingehalt
  • Weißbrot und Gebäck minderer Qualität
  • Alkohol
  • Energy Drinks

Mehr zu entzündungshemmenden Lebensmitteln erfährst du in Teil 2 unserer Serie.

Entzündungen werden durch die Bildung von Entzündungsfaktoren, den sogenannten Eicosanoiden, die aus der Fettsäure Arachidonsäure gebildet werden, ausgelöst. Je weniger Arachidonsäure mit der Nahrung zugeführt wird, desto weniger Entzündungsmediatoren können gebildet werden.


Tabelle: Arachidonsäuregehalt ausgewählter Lebensmittel (in mg /100 g)

 


Unser Fazit

Eine ausgewogene Ernährung ist essentiell, um einer Entzündung im Körper vorzubeugen. Die Reduktion von tierischen, stark verarbeiteten und zuckerhaltigen Produkten und ein aktiver Lebensstil sind ein guter Start, um präventiv gegen versteckte Entzündungsprozesse vorzugehen.

Hinweis

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Frau Mag. Judith Kraus-Bochno, Ernährungswissenschafterin & TCM-Ernährungsberaterin.